umgedrehte Psychologie

Vor kurzem habe ich mit einem Pferd an einem Problem gearbeitet was äusserst unschön ist.
Das Pferd hat die Strategie entwickelt wenn Druck in Zone 5 entsteht also hinter dem Pferd dann weiche nicht dem Druck sondern halte dagegen. Das ganze konnte ich innerhalb der Herde sehen und ebend auch beim Menschen. Das ganze kann extrem gefährlich werden und muss unbedingt bearbeitet werden.

Im Training war schnell festzustellen das schon geringster Druck zu einem opposition Reflex führte. Ich war etwas unsicher wie man hier weiter verfahren kann. Zum einen könnte man nun mit einer Phase 4 sich mal wirklich durchsetzten aber irgendwie wollte ich es von Beginn an nachhaltiger und netter haben.

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Pferde auf der Weide

DasPferd gehört zu den cleveren Pferden ist normalerweise nicht so sehr instinktgesteuert und auch nicht ängstlich, zudem sehr menschenbezogen und hat ordentlich go also ein LBE (left brain extrovert).
Mit dieser Sorte von Pferd ist Streit bekanntlich nicht die klügste Idee, sie diskutieren gern wenn es streit gibt.
Also habe ich umgeschaltet in den Spassmodus. Longlines ans Knoti und darauf geachtet das ich hinter ihm bleibe, zunächst ohne
etwas besonderes zu fordern, nur sanftes anticken und über den Platz gehen auch Richtung war anfangs egal bis meine Idee seiner wurde, er fand das schnell cool das da jemand von hinten mit läuft wir konnten schnell Richtungswechsel, um Tonnen laufen, durch Engpässe gehen etc… und dann wurde er richtig aufmerksam und man konnte immer mal wieder „etwas“ Druck mit einbauen, viel war nicht nötig er hat ja von natur schon go. So konnte ich seine Persönlichkeit ins Training integrieren und plötzlich war Druck von hinten kein Thema und er stellt fest das Druck in Zone 5 nicht gleich blöd ist und es keinen Grund gibt da gegen zu halten.

Im Training wird er jetzt öfters an den Longlines laufen viele Wendungen machen, anhalten, losgehen, feiner werden und von mal
zu mal einfach besser aktzeptieren können das wenn mal Druck von hinten kommt es nicht gleich ein Grund gibt gegenzuhalten.
Wenn Pferde hinten ausschlagen sollte man soetwas sehr Ernst nehmen und das wird nicht in einer Woche erledigt sein aber hier ist jetzt ein Plan entstanden mit dem man sehr sanft und mit Spass spielerisch desensibilieren kann und dann ganz sicher auch zum Erfolg kommen wird.

Produkt Test Fressnetz 5m x 3,50 m

Unsere Pferde bekommen ihr Heu aus Futternetzen, daher habe ich verschiedene Futterstellen eingerichtet damit jedes Pferd einen Platz findet um stressfrei zu fressen. Eine davon ist in unserem Unterstand und bietet auf einer Länge von knapp 6m  mit einer Höhe von 1,75 m besonders viel Platz.

Pferde am Futternetz

 

 

 

 

 

 

Geeignete Netze für Pferde, die dem Verbiss standhalten sind in dieser Grösse sehr Teuer und halten meist auch nicht ewig daher habe ich es mit einer etwas günstigeren Variante probiert, einem Ladungssicherungsnetz. Fündig bin ich auf Amazon geworden mit einem Netz das auch eine geringe Maschenweite von 3 cm hat. Durch die 3cm können die Pferde noch genug herauszupfen und haben eine deutlich längere Zeit mit dem Heu zu tun als wenn sie es ungebremst bekommen würden. Im Ergebnis haben wir Pferde die nicht zu dick sind und wir können die Fütterung so steuern das sie meist nie länger als 3 bis 4 Stunden ohne Heu sind. Pferde sollten nicht länger als 4 Stunden ohne Heu oder Gras sein da sonst der PH Wert im Darm aus dem Ruder läuft was dann zu Entzündungen oder auch Koliken führen kann.

Das Netz hat die Masse 3,50m x 5,00  mit einer Maschenbreite von 3 cm .Da man es etewas auseinanderziehen kann beim Befestigen kommt man auf knapp 6m Breite und 1,75 m Höhe .

Die Haltbarkeit des Netzes beträgt bei uns 1,5 Jahre danach muss es getauscht werden. Da das Netz nur im unteren Bereich durch den Verbiss gelitten hat kann man mit dem Rest noch kleinere Fresstellen bauen und wir müssen es nicht komplett wegschmeissen. Wir nutzen den Rest z.B. in einer 2. kleineren Futterraufe.

Fazit das Netz ist mit gerade mal 50 Euro ein Schnäppchen und ist dem Preis entsprechend 3 Sterne Wert.

Wer interesse an einem solchen Netz hat findet es hier:

LADUNGSSICHERUNGSNETZ, Anhängernetz 3,5 x 5,0 METER

10 goldene Regeln im Offenstall

Das leben ist keine Ponyhof oder wie? Doch im Offenstall ist das Leben ein Ponyhof und das ist gut so.
Wie verhälst du dich im Offenstall? Was ist zu beachten?
Meine Top 10 goldenen Regeln 🙂

1. Menschen sind hier Gäste oder besser Gastarbeiter, Ponys machen ihren Dreck nicht selber weg
2. Was du öffnest schliesst du bitte auch wieder
3. Stromzäune die du abschaltest schaltest du auch wieder ein 
4. Licht das du anschaltest schaltest du auch wieder aus
5. Du bist voller Energie? Egal beweg dich nicht hektisch, bleibe ruhig und alle bleiben am Leben
6. Schön das du dich um dein Pony kümmerst, hab trotzdem immer auch ein Auge auf alle anderen Ponys
7. Du hast durst? Ponys auch prüfe die Wasserversorgung bei jedem Besuch
8. Wenn das pony die Schubkarre umschmeisst mit der du abäppelst heb sie wieder auf und sammel den Mist wieder ein, weinen kannst du später
9. Schaut dich so eine Fellschnute mit gespitzen Ohren an kraul es einfach, die Pause tut euch beiden gut, dann aber weiterarbeiten...
10. Wenn du den Ponyhof verlässt gehe aufrecht, verabschiede dich von allen und freu dich ganz doll auf ein Wiedersehen.
lilly-mit-helm
Lilly
Weisst jetzt bescheid?
Dann lern es auswendig und Teil es fleissig.

Bist du jemand der nichts kann?

Liest man in den Pferdeforen kommt immer mal wieder dieser Beitrag "ich kann nichts".
Aus diesen Worten spricht meist Verzweiflung, Traurigkeit, Selbstzweifel.
Hinterfragt man dann den genauen Grund warum es zu dieser Annahme gekommen ist stellt man schnell
fest das eigentlich nur etwas ganz bestimmtes nicht klappt und schnell der Frust so gross ist das nicht mehr bemerkt wird was man eigentlich schon alles kann.
cowherd
cowherd
Wenn mich jemand fragen würde ob ich mit zum Rinder jagen komme, wären meine Lichter schnell aus,Lust hätte ich bestimmt wenn die vielen "aber" nicht wären. Hilfe ich kann nichts...
Hmm genau betrachtet kann ich in allen Gangarten reiten (hey ich kann doch was) mich mit meinem
Pferd an Objekten Beschäftigen, Tonnen umkreisen auf Podeste reiten, kleine Sprünge machen und auch Fokus auf ein Objekt ist bekannt. Rinder waren/sind schwierig, aber immerhin reiten wir häufiger doch auch schon entspannt an solchen Weiden vorbei.
Alles in allem doch ein Anfang, oder? Ja ist es, nur um Auge in Auge dem Rind zu begegnen fehlt noch etwas und
und es macht jetzt keinen Sinn zu sagen ich muss dafür besser reiten können (das sollt man ja ein Leben lang verbessern)und so lange muss ich nicht warten.

Also statt zu sagen ich kann nichts ist es ähnlich wie bei den Ängsten wichtig erstmal zu erkennen was kann ich schon und was muss ich noch lernen um mein Ziel zu erreichen?
In meinem Rinderbeispiel benötige ich einfach Hilfe und Anleitung, ja es gibt Kurse dafür und nächstes Jahr werde ich einen Buchen, natürlich für Anfänger mit lieben Rindern die es mir nicht so schwer machen. Wenn uns das dann spass macht bauen wir das aus!

 

Ist dein Pferd ein Entertainer?

Dein Pferd springt sehr gern vor Publikum je höher je besser, es präsentiert sich gern einer riesigen Menschenmasse steht voller Stolz im Viereck und wenns Reden könnte würde es money makes the world schreien, diese Dankbaren Augen wenn du ihm eine neue Glizterdecke auflegst, es mit Haffispray einsprühst es weiss einfach das es nur so noooooch viel schöner aussieht und im täglichen Kampf ums Pferdsein die besseren Karten hat.

Hast du so ein Pferd und glaubst den Mist auch?

Dann schau in den Spiegel und frag dich was mit dir nicht stimmt.
Pferde brauchen kein spray um zu glänzen, Sie glänzen mit ihrer Ehrlichkeit Pferde springen so hoch wie es notwendig ist um voran zu kommen
Im Viereck rackern sie sich oft aufgerollt einen Ast.

Pferde können unglaublich viel für uns tun wenn sie sicher sind das wir aufpassen, selbst in einer Arena voll Zuschauer eine tolle show hinlegen aber sie wollen sich diesem Mob ganz sicher nicht präsentieren es sind Fluchttiere die sich freiwillig nie in eine Höhle begeben geschweige denn in eine Arena voll Zuschauer und nein Spass macht das auch nicht sie tun es einzig weil sie ganz sicher sind das DU aufpasst also letztlich für DICH.

Um so besser wir diese Dinge verstehen um so unwichtiger werden unsere menschlichen Dinge,
Schleifen, Pokale, Shows, Boxenhaltung mit Schicki Micky Casino und Turniere.

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Pferde in der Luhe

Wir sollten unseren Pferden für ihr grosses Vertrauen in uns etwas zurückgeben.
Sicherheit, Komfort, Spiel, Futter  (Die Grundbedürfnisse)
einen Menschen der Partner ist und nicht Diktator
Ohren und Augen für die täglichen Belange und Verbesserungsmöglichkeiten.
andere Pferde die immer da sind wenn wir 23 Std. mal nicht da sind.

Suchen und verfeinern lohnt sich

ein grosses Aha Erlebnis hatte ich in diesem Jahr was die Phasen angehen.
Bei bestimmten Aktionen gibt man sich schnell zu frieden wenn etwas 'gut' läuft ohne darüber nachzudenken das es noch viel besser laufen könnte.

Das anhalten z.B. war eigentlich sehr fein, ein Ausatmen und den Zügel leicht anheben und mein Pferd hielt an. Schön da gibt es so viel nicht zu Meckern, wenn mich Mira Geldermann nicht auf einem Kurs darauf aufmerksam gemacht hätte warum ich den Zügel überhaupt anhebe...
mmmpf eh ja warum eigentlich, wenn doch ein entspanntes Ausatmen schon reichen könnte?
Vor allem warum noch feiner machen wenns doch so auch schon 'gut' ist? 
Eigentlich ganz einfach wenn das 'nur Ausatmen' einmal NICHT reichen sollte bleibt mir eine weitere Phase 'Zügel anheben'. Vorher habe ich also eine ganze Phase zu viel weggeschmissen. Wir haben danach etwas dran gearbeitet und siehe da Murphy konnte es schon lange mein deutlich entspanntes ausatmen reicht aus um anzuhalten. Jetzt freue ich mich wahnsinnig darüber
noch feiner und softer zu sein und wenns mal nicht klappt eine weitere ganz leichte Phase zu haben das anheben des Zügels.IMG-20140927-WA0014

Es lohnt also über jede Aktion nachzudenken wie man Ansagen feiner gestaltet um nach hinten mehr Luft zu bekommen und aus einem gut ein sehr gut zu machen.

Mir persönlich hat das die Augen geöffnet danach zu suchen und genau diese Dinge ins Visier zu nehmen, es macht spass und es ändert so viel fürs Pferd.

Pferdesteuer rechtens!!!

Vor dem Bundesverwaltungsgericht ist die Pferdesteuer abgesegnet worden und gilt fortanals rechtens.
Für uns Pferdehalter ändert sich deswegen nicht zwangsläufig etwas, Pferdesteuer wird auf Gemeindeenbene erhoben.
Viele Gemeinden haben längst bemerkt das der Plan mit der Pferdesteuer nicht aufgeht, Verwaltung und Einnahmen stehen
in keinem gesunden Verhältnis. Auch der Vorreiter Bad Soden Allendorf das Dorf wo die Stadtväter nicht mit Geld umgehen können und gerne die Haushaltslöcher durch eine Pferdesteuer gestopft hätten müssen einsehen wer mit Geld nicht umgehen kann wird nur etwas ändern wenn er es lernt. Die Pferdesteuer hat selbstverständlich daran nichts geändert.

Trotz allem es ist nun eine mögliche Steuer. Besteuert werden soll die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von uns Pferdehaltern, also
zu gut Deutsch wir können Pferde halten dann müssen wir auch im Luxus baden und das rechtfertigt eine solche Luxussteuer. Das viele
sich das Pferd aus Naturverbundenheit vom Mund absparen auf Urlaub verzichten etc.. wird hier garnicht erst gesehen. Bis zu 200 Euro/Jahr können pro Pferd erhoben werden.

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Aktionsbündnis pro Pferd

Habt ein Auge auf eure Gemeinden und stemmt euch dagegen.
Gute Informationen findet ihr wie schon länger über das Aktionsbündnis pro Pferd gegen die Pferdesteuer http://www.propferd.org/ welches von der VFD und der FN unterstützt wird.

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gegen Pferdesteuer

Kursbericht – mit Mira Geldermann

nach etwas Sommerpause möchte ich euch heute etwas von unserem letzten Tageskurs mit *** Parelli Instrukteurin Mira Geldermann berichten.

Wir waren zu sechst und eine sehr gemischte Gruppe von Horsemanship Einsteigern und schon erfahrenen Teilnehmern, dies stellt doch meist eine Herausforderung für den Trainer da. So begannen wir pünktlich um 9:30 Uhr mit Kaffee und einem Vorgespräch um die Wünsche der Teilnehmer genauer zu schildern und Mira konnte sich ein Bild machen.

Wir haben Simulationen gemacht um zu sehen wie kann ich mich mit universeller Körpersprache dem Pferd mitteilen. Besonders die jüngsten waren eifrig dabei und konnten so ganz ohne Pferd schon einmal die Wirkungsweise des Arbeitsseils, dem Stick und dem Knotenhalfter kennenlernen. Nach wie vor finde ich diese Trockenübungen wichtig um seine Körpersprache zu prüfen und auch mal am anderen Ende des Seils zu sehen wie das Pferd sich fühlt und was genau beim Pferd ankommt.

Später haben wir bei der Bodenarbeit mit den Pferden verschiedene Aufgaben gemeistert und Mira konnte wichtige Tipps geben z.B. warum ich immer diese Schwierigkeiten bei der 8 habe und wie ich das verbessern kann (jetzt sind wir auch wieder mit der 8 auf dem Weg). Führpositionen haben wir behandelt, besonders das Führen aus Pos. 3 und das sanfte anhalten auf Ausatmen.

20150730_165111Ein grosser Spass war das Spiel ‚hunt the jump‘ wo das Pferd lernt selber den Sprung zu suchen und zum mitdenken animiert wird. Am Ende sind die Pferde grosse Tonnen gesprungen und wieder haben alle gelernt wenn das Pferd erst unsere Idee zu seiner gemacht hat geht alles ganz von allein ohne Stress. Danke an Mira für die schöne Idee mit dem hunt the jump spiel.

Für die Einsteiger wurden die 7 Spiele gut vermittelt und es gab eine Menge an Theorie wie z.B. die Aufgaben des Menschen und die Aufgaben des Pferdes. Mir ist hier wieder klar geworden wie wichtig diese Dinge sind und man sollte sie einfach verinnerlichen. 20150730_165056

Mein Highlight war dann am Nachmittag das Reiten. Es gibt immer etwas was unbequem ist und vernachlässigt wird und die Quittung hat man schnell. Bei mir sind es die vernachlässigten Patterns, die ich zwar schon geritten bin aber ich gebe zu nie mit einem besonders guten Plan dahinter. Mira hat mir das nochmal verdeutlicht wie wichtig es ist mit einem Plan zum Pferd zu gehen, nicht nur bei der Bodenarbeit auch beim Reiten kann man sehr gute Pläne haben, die mir mitlerweile richtig viel Spass bringen. Ein Pattern wird in 7 Einheiten geritten. Am besten jeden Tag also 7 Tage oder jeden 2. Tag. Ich habe mich für den Anfang für 2 Patterns entschieden, ein Stumpfes (Murphy mag das garnicht) und eins mit viel Abwechslung, diese beiden Patterns reite ich jetzt bis ich 7 mal abgehakt habe und suche dann 2 weitere Patterns raus. Mein Pferd findet das klasse es merkt beim Reiten das ich viel fokussierter bin und einen Plan habe.

Patterns sind Muster, da Pferde in Muster denken können sie diese meist viel schneller lernen als wir Menschen (Pferde lernen etwa 40 mal schneller als wir Menschen).

Ein wichtiger Hinweis waren auch die Selbstbeurteilungslisten von Parelli (Self Assessments) diese unterstützen einen beim Lernen. Man kann auf diese Listen immer wieder zurückgreifen um zu schauen was können wir und was nicht. Wünschenswert wäre wenn man dann irgendwann von L1 bis L4 in allen Savvys alle Punkte abhaken kann und die Dinge sogar miteinander kombinieren kann. Auch für dafür vielen dank an Mira, ich hab den Listen in letzter Zeit zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Einige neue Haken können wir seit dem Kurs jetzt schon aufs Konto packen 🙂

Wenn ihr selbst einen Kurs planen wollt oder an einem Kurs von Mira Geldermann teilnehmen wollt schaut doch einfach mal auf ihrer Webseite vorbei Mira-Geldermann.de Das Lernen mit ihr macht extrem viel spass und ich kann Mira wirklich jedem erfahrenen oder auch neugierigen Einsteiger empfehlen.

Wer Mira kennenlernen möchte kann dies auch auf dem Hoffest in Hitzacker am 22. August auf der Reitanlage Pferdeschulze. Infos dazu findet ihr hier im PDF flyer.

Produkttest Ortlieb Faltschüssel

Wenn man mit dem Pferd längere Ritte macht ist es wichtig das Pferd ausreichend mit Wasser zu versorgen.
Besonders im Sommer bei höheren Temperaturen benötigt das Pferd viel Flüssigkeit.
Für uns Zweibeiner bieten sich Trinkflaschen an aber was machen wir mit dem Pferd?

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Pferde tränken mit Faltschüssel

Oft kann man an Flüsse heranreiten oder man findet gar einen kleinen Seee. Nur in der Praxis habe ich immer wieder festgestellt das Flüsse häufig schlecht fürs Pferd zugänglich sind und man keine geeignete Stelle findet um mit dem Pferd ans kühle Wasser zu kommen. Die Lösung sind Faltschüsseln.

Wir haben uns von Ortlieb eine Faltschüssel gekauft in den Massen:

28 cm Höhe
30 cm Breite
20 cm Tiege
Das Gewicht beträgt 400g und
Das Volumen 20 l

Preis
UVP des Herstellers 27,95 Euro

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Faltschüssel von Ortlieb

Materialeigenschaften
Das Material besteht aus PD 620 Polyestergewebe, PVC-beschichtet, 3D verschweisst und wirkt fest etwa wie LKW Plane. Der Rand ist versteift als Auslaufschutz.
Die Schüssel hat bei uns auch schon den einen oder anderen Huf abbekommen ohne Schaden zu nehmen.

Handling
Die Falstschüssel ist nach etwas Übung leicht auseinander faltbar und genau so leicht wieder zusammen faltbar
und lässt sich so gut verstauen.
Auf unseren Ritten haben wir sie häufiger an schwer zugänglichen Flüssen genutzt, haben sie mit Wasser gefüllt und an den praktischen Gurtschlaufen zum Pferd getragen, die Gurtschlaufen sind Diagonal angebracht was das Tragen etwas vereinfacht. Nun wiegen 20 l Wasserinhalt auch 20 kg, nicht jeder kann das problemfrei noch transportieren, Ortlieb bietet auch 10 l Faltschüsseln an oder man befüllt ebend einfach nur die Hälfte.

Ist erstmal Wasser in der Falstschüssel lässt diese sich sehr gut abstellen durch den quadratischen Boden und steht stabil.

Fazit
Ich mag die Ortlieb Produkte und daher fiel genau wie bei unseren Packtaschen auch bei der Faltschüssel die Wahl auf diesen Hersteller.
Der Preis ist der Qualität entsprechend in Ordnung. Die Verarbeitung und das Packmass passen für uns und ich würde die Schüssel jedem
Gelände / Wanderreiter weiterempfehlen.

Wanderritt Teil 5 (Nachlese)

Wie versprochen hier der letzte Teil unserer Wanderritt Serie. Die Nachlese. Wir sind gesund und sehr zufrieden von unserem kleinen Abenteuer wieder zurück und am liebsten würde ich gleich das nächste planen.

Wir sind zusammen mit 2 Mitreiterinnen am 4. Juni von unserem Stall in der Grevelau aus in den Morgenstunden Richtung Döhle dem ersten Tagesziel gestartet. Beim Satteln gab es mit meinem Pferd noch etwas Stress , er wollte einfach keine Kartensammlung mit Karabiner am Horn tragen, ja man kann einfach nicht an alles denken er hat sie halt noch nie gesehen und fand das blöd. Gut als er sich beruhigt hatte und die bösen Karten IN DEN TASCHEN verstaut waren konnten wir zusammen losziehen. Die Pferde kannten sich nicht haben sich aber sehr schnell an einander gewöhnt und es ging stressfrei weiter auf die grosse Reise. Hinter Tangendorf sind wir in den Wald getaucht wo wir unsere erste Pause nach etwa 14 km eingelegt haben (wie heisst dieser Wald eigentlich ich nenne ihn den Toppenstedter Wald). Der Ritt durch den Wald war super schön, später ritten wir am Niendorfer Tierpark vorbei, am Egestorfer Funkturm und hatten dann nach etwa 25 km unsere letzte Pause am Hof Sudermühlen, ein tolles Landhotel mit einem See mitten in der schönen Lüneburger Heide. Danach hiess es kräfte sammeln und das letzte Stück nach Döhle durch sehhhhhr tiefen IMAG0658-EFFECTSHeidesand. In Döhle angekommen versorgten wir die Pferde bei unserer Freundin Marlene die am 2. Tag dann auch mitgeritten ist. Wir selber sind in der Pension Riekmann untergekommen wo wir herzlich begrüsst wurden ein sauberes schönes Zimmer hatten und am nächsten Morgen ein ausgiebiges Frühstück zu uns genommen haben.

Am zweiten Tag merkte ich deutlich Muskelgruppen die ich nicht kannte 🙂 wir machten uns zu fünft fertig und ritten gemeinsam von Döhle zu unserem 2. Tagesziel dem Menkenhof in Wiedingen bei Soltau. Was soll ich über den 2. Tag erzählen? Ich kann nur sagen die IMAG0519Heide war schön, das Wetter war schön, unser Zwischenziel Hof Tütsberg war schön, das Eis dort war lecker und überhaupt es war einfach der Hammer. Dank unseren beiden Mitreiterinnen die in Soltau und Umgebung IMAG0667ortskundig sind konnten wir eine unangenehme Mülldeponie geschickter umreiten als wie ich es ursprünglich geplant hatte. Die beiden haben sich dann auf Höhe Heber von uns getrennt um zu ihrem Stall zu reiten und wir haben zusammen mit Marlene dann zu dritt das letzte Stück zum Menkenhof in Angriff genommen. Am Menkenhof erwartete die Pferde eine tolle Weide und uns eine schöne Holzhütte das Jagdhaus. Viele Dinge die wir für die kommende Woche dort benötigen wurde uns dank meiner Schwiegereltern mit samt Auto nachgebracht, so brauchten die Pferde nicht so viel zu schleppen.

IMAG0622-EFFECTSDie Woche auf dem Menkenhof war entspannt mit kleineren Ausritten zum Schäferhaus und in dem umliegenden Wald. Ein besonderes Lob an die Familie Lütjens die dort den Hof betreibt. Der Menkenhof ist traumhaft schön und sehr gepflegt. Erhohlung ist dort kein Wort sondern der Plan und dieser hat funktioniert. Auch an Fin dem IMAG0595Stallmeister der immer da ist wenn man ihn braucht ein Dankeschön. Am letzten Abend sassen wir mit Fin und den Gastgebern noch in gemütlicher Runde und irgendwie wollt ich nicht recht begreifen das es am nächsten Tag wieder zurück gehen sollte.

Den Rückritt haben Anja und ich dann allein gemacht und wir merkten das wir mit allem etwas routinierter waren, die Taschen waren schnell verschnallt und wir kannten viele Wege schon ohne auf die Karte zu sehen, das Wetter hat uns bis fast zum Schluss die Treue gehalten nur die letzten 2 Stunden mussten wir mit sehr viel Regen reiten aber was sind 2 Stunden Regen in 10 Tagen, genau erfrischend und irgendwie hab ich es sogar genossen eine Abkühlung zu bekommen und bin nur mit T shirt durch den Regen.

Eines weiss ich jetzt, die Lüneburger Heide werden wir ganz sicher noch häufiger durchreiten und ich will noch viel mehr Wege kennenlernen. Jetzt aber erstmal home sweet home geniessen ausruhen und demnächst dann das nächste kleine Abenteuer planen.

die Pferdeseite für Offenstaller und Natural Horsemanship