Natural go forward

Da ich mich gerade verstärkt mit dem PNH Freestyle beschäftige und genau wie am Boden mit dem Pferd auch beim reiten gerecht umgehen möchte hab ich mir nochmal das System des „losreitens“ genauer angeschaut. Wie bringe ich die 4 Phasen unter um verständlich für das Pferd zu sein? Wie schaffe ich eine nette aber kalkulierbare Umgebung.

Zunächst ist etwas Vorarbeit nötig am eigenen Körper. Parelli nennt es bring up your life. Ich habe lange daran gearbeitet. Es geht darum sich selber in eine Neutrale Position zu bringen das kann man schon sehr gut auf einem  Stuhl üben oder auch im Stehen. Aus dem Neutral sein heraus gehe ich ein paar Schritte und merke mir die benötigte Energie und den Fokus auf ein Ziel. Beim nächsten mal versuche ich genau diese Energie und den Fokus in meinen Körper aufsteigen zu lassen ohne wirklich loszugehen. Exakt diese Energie und nicht mehr sollte später auf dem Pferd notwendig sein um in den Schritt zu wechseln. Selbiges übt man natürlich auch mit mehr Energie für die Gangart Trab und Galopp.

Der Clou, die Essenz dabei ist sich wirklich zu merken wie fühlt sich diese Energie an wie schmeisse ich die in den Mittelpunkt des Körpers. Wie schon gesagt es hilft das ohne Pferd vorerst mal zu üben und zu verinnerlichen.

Nun ist der Idealfall das man ‚Leben‘ in seinen Körper bringt und das Pferd diesem Gefühl folgt, denn letztlich ist es nichts anderes als einem Gefühl, einem Aufruf zu folgen. Ich gehe los du auch… das wird auch so kommen, an meinem Pferd sehe ich die Veränderung seit ich das wirklich konsequent so mache.  Trotz allem kann es sein das Pferd mal anderer Meinung ist als wir und wir dem Vorschlag loszugehen die Bitte und die Aufforderung hinzufügen müssen. Wie alles besteht auch dies aus 4 Phasen:

1. Wie obe beschrieben bringe Leben in deinen Körper und fokusiere dein Ziel wo du hin möchtest

2. in Phase 2 versuche ich mit den Beinen deutlicher zu werden und abwechselnd die Fersen schwer zu machen und dabei die Zehen anziehen und entlasten, kommt das nicht an mache ich damit einfach weiter und gehe in Phase 3

3. Phase 3 ist ein Driving game, man wedelt mit den Zügeln um seine eigene Schulter dies geschieht hinter der Driving line des Pferdes und wird schon sehr deutlich.

4. Phase 4 hier erhöhe ich das schlagen der Zügel deutlich und lasse sie länger werden bis sie hinter mir sind und  fast das Hinterteil des Pferdes berühren.

Wichtig, wenn das Pferd losgeht z.B. in Phase 3 sofort aufhören mit dem Zügel zu wedeln, neurtral werden und nur noch mit Focus MIT dem Pferd in einklang losgehen. Bei dieser Übung nie ungeduldig werden z.B. wenn das Pferd anhält, alles wieder auf 0 fahren – neutral – Bringe Leben in deinen körper und beginne neu zu fragen. Lobe jeden schritt. Bei den Phasen ist es NIE notwendig das Pferd mit den Hacken zu treten – mit den Zügeln zu schlagen oder mit der Gerte zu klapsen, genau dann wird das Pferd es nicht mehr verstehen und einige Kandidaten reagieren dann mit Buckeln, Steigen oder gar Durchgehen und das zu Recht.

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