Kringelreiter (Teil1) Schenkelweichen

Als Freizeitreiter tue mich oft schwer mir  Dressur Lektionen vom Ablauf zu merken und muss es mir immer mal wieder anschauen. Dressurlektionen bringen uns und das Pferd zu besserer Gymnastizierung, sauberenTakt und weicheren Bewegungsabläufen und natürlich einem selbst tragenderem Pferd.
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Ich werde von Zeit zu Zeit in der Kategorie Kringelreiter meine Notizen dazu Aufschreiben.
Gern könnt ihr Verbesserungen oder Fragen dazu in die Kommentare schreiben und einem Freizeitreiter
helfen Dressur zu verstehen 🙂

Eine der ersten gerittenen Lektionen ist das

Schenkelweichen

Bewegung:
Vom Prinzip verstehe ich das Schenkelweichen als Seitwärts- Vorwärtsbewegung in einem etwa 45 Grad Winkel. Damit gehört das Schenkelweichen nicht zu den echten Seitengängen.
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Silouette:
Der Kopf des Pferdes zeigt gegen die Laufrichtung und ist leicht gebogen.
Die Beine des Pferdes Kreuzen nicht, das Beinpaar in Bewegungsrichtung geht seitwärts das das andere Beinpaar vorwärts.

Die Zügel:
Weicht das Pferd dem rechten Schenkel ist der linke Zügel angenommen und fängt die Vorwärtsbewegung ab, der rechte Zügel gibt die Stellung, ist dabei nur leicht angenommen und hilft dem Pferd die richtige Stellung zu finden. (Helfen heisst NICHT ziehen oder zerren).

Die Beine:
Das Bein in der Bewegungsrichtung begrenzt und verhindert ein Ausbrechen der Schulter verwahrend am Gurt das andere Bein gibt eine treibende Hilfe für das Seitwärts.

Der Sitz:
Hier kann man sich streiten und ich finde es hängt davon ab wie bilde ich mein Pferd aus. Klassisch sitzt man leicht nach innen (das Pferd wird „weggeschoben“). Ich halte es aber grundsätzlich auch korrekt aussen zu sitzen (Das Pferd kommt mit und tritt unter den Reiter). Richtig oder falsch denke ich gibt es hier nicht nur wie versteht MEIN Pferd mich besser. Grundsätzlich falsch wird es wenn die eigene Hüfte einknickt, dann verdreht sich die Wirbelsäule und gibt komplett falsche Signale ans Pferd weiter (ich weiss das und muss immer wieder dran arbeiten).

Zweck des Schenkelweichens:

kräftigen der Hinterhand, gebogene Oberlinie, die Schulter frei machen. Damit ist es unter anderem auch eine gute vorbereitende Übung für anspruchsvolle Lektionen wie z.B. Galoppwechseln oder Pirouetten.

Gedanken dazu:
Schon bei dieser einfachen Übung merke ich wie viel man falsch machen kann, im falschen Winkel geritten, Beine kreuzen, Pferd läuft vorn weg, Hinterhand weicht aus, Schulter
bricht aus, Reiterhüfte knickt ein etc… daher ist es mir wichtig alles auf ein minimum an Abläufen zu reduzieren. Ich sehe es immer wieder das wie blöd getrieben und „geklopft“ wird oder am Zügel gezerrt wird, genau das will ich nicht, es bringt mich aus dem Gleichgewicht und stumpft das Pferd ab. Eine der Grundsätze im Horsemanship ist es ja das Micromanagement zu reduzieren, dem Pferd Verantwortung zu geben und es zum Mitdenken zu animieren. Ich kann also am Anfang durchaus etwas mehr treiben und mehr begrenzen um dem Pferd etwas zu zeigen aber wenn mein Pferd das verstanden hat möchte ich das es mitdenkt und ich gebe ihm den richtigen sitz eine leichte Stellung und versuche so wenig wie möglich zu „stören“ und mich eher auf meinen Part zu konzentrieren nämlich den Sitz. Richtung , Gangart halten werden zur Aufgabe des Pferdes. Ein wirklich guter Reiter kann diese Lektion wohl ausschliesslich über den Sitz reiten. Und schon haben wir ein Ziel und ein big picture wie es mal werden soll.

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