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Natürlich hab ich meinen schon bestellt und werde davon berichten…

Durch viele Erfahrungen mit dem Thema heute ein paar Gedanken dazu.
Wo immer wir mit Pferden an neuen unbekannten Dingen arbeiten kann es uns passieren das wir mit der wahren Natur des Pferdes Bekanntschaft machen, dem Fluchttier. Ebend noch ein Schaf an deiner Seite verwandelt sich dann auf einmal ein Pferd in ein augenscheinlich durchgedrehtes hopsendes etwas das nur noch schnell weg will.
Besonders gefährlich wird es in Reizstarken Umgebungen, die bei unserer Lieblingsbeschäftigung dem Ausreiten gegeben sind und dann kommt häufig der Punkt wo man nicht mehr so mag. Das Ausreiten in der Gruppe klappt aber allein Ausreiten garnicht. Dem Pferd fehlt die Routine es muss sich auf seinen Reiter verlassen und hat dies nie richtig gelernt. Ebenso kann es der Gang von der Koppel zum Stall sein wo man sein Pferd an einer Lauten Strasse etc… vorbeiführen muss. Die Situationen wo ein Pferd es nicht mehr aushält sind vielfältig.
Wie begegnen wir solchen Situationen möglichst natural. Ein immer wiederkehrendes Muster ist Annäherung und Rückzug.
Annäherung und Rückzug ist meist eine Strategie die über einen längeren Zeitraum geplant wird. Nicht sofort Ergebnisorientiert sondern ein Konzept was langfristig etwas ändern kann. Dicht genug an das unbekannte heran aber nur so weit wie es das Pferd aushalten kann. Viele wiederholungen und Schritt für Schritt etwas mehr um an dem Punkt wo es beim letzten mal schwierig wurde etwas bleiben zu können.
In letzter Zeit beschäftige ich mich etwas eingehender mit dem Thema was ist zu tun wenn das undenkbare passiert. Jeder Reiter kennt die Situationen in denen es gerade im Sattel mal unsicher werden kann. Die Antworten was in brenzligen Situationen zu tun ist sind vielfältig. Gerade ängstlich Reiter verlassen sich da gern auf ein scharfes Gebiss und die ‚Notbremse‘.
Im Natural Horsemanship ist es natürlich undenkbar mit Gebiss und Druck zu arbeiten. Warum auch es geht viel besser und erfordert nur etwas Wissen um die Situation und natürlich Training.
Zunächst muss man das Wesen des Pferdes als Fluchttier verstehen und die Dinge aus der Sicht des Pferdes betrachten. Passiert also etwas im Gelände beim Ausritt gab es meist schon viele Vorboten, das Pferd hat vielleicht unzählige male angezeigt das es mit einer Situation überfordert ist und keine Reaktion bekommen. Es hilft nicht zu sagen ach Pferd ist gerade etwas unentspannt wird schon bis nach Hause gut gehen. Wir müssen schneller sein, besser sein und schon beim geringsten nachfragen antworten. Pferde brauchen einen Führer, sonst beanspruchen Sie selbst die Führung.
Im PNH lernt man über die freestyle Arbeit ab L2 die Arbeit mit einem Zügel ohne wirklich den anderen zu nutzen. In einer Notsituation beide Zügel anzuziehen verschlimmert die Situation meist nur da das Pferd an seinem natürlichen Fluchtinstinkt gehindert wird und dadurch gerade NOCH mehr Angst aufbaut. Es ist wichtig, das das Pferd die Beine bewegen kann und den Stress los wird auf der anderen Seite muss es beschäftigt werden damit das Denken wieder einsetzen kann. Zunächst leitet man mit dem äusseren Zügel das Auskoppeln der Hinterhand ein und überprüft ob das Pferd weich reagiert, kommt hier keine Antwort geht man über zum direkten inneren Zügel zur lateralen Flexion auch hier darauf achten ist das Pferd weich im Hals? Kann ich danach Aufgaben einleiten. Bleibt das Pferd Hart und Steif ist der Moment gekommen über den emergency dismount nachzudenken also runter vom Pferd und am Boden weiterarbeiten.
die Pferdeseite für Offenstaller und Natural Horsemanship