Pferdesteuer

vorsicht steuerWas rollt da nur wieder auf uns Pferdebesitzer zu? Eine kleine Gemeinde in Hessen möchte die Pferdesteuer erfinden und durchsetzen, denn Pferde zerstören die Natur und machen überall Dreck. Jeder weiss das eine solche Steuer nicht zweckgebunden sein kann und eigentlich nur zum Stopfen von Haushaltslöchern, verursacht durch unfähige Politiker, verwendet wird.

Jeder vernünftig denkende Mensch wird nun schnell rechnen können was eine solche Steuer z.B. für den Pferdetourismus bedeutet. Viele Betriebe existieren nur noch weil die Betreiber sich keinen Urlaub gönnen und bis zu 12 Std. täglich arbeiten, eine Pferdesteuer wäre hier in vielen Fällen das wirtschaftliche aus. Aber viele weitere Bereiche wären betroffen, von Futtermittelherstellern über den Hängerbau etc… wären Arbeitsplätze massiv bedroht.

Vergleiche mit Hunden, wo die Steuer eine Lenkungssteuer darstellt zur Eindämmung besonders in den Grosstädten hinken hier da eine Pferdesteuer keine Lenkungssteuer ist und so auch nicht gewollt ist. Pferde sind auch eher selten innerhalb der Städte zu sehen. Pferde sind für viele im übrigen der Einstieg naturnah zu denken und zu handeln. Hier ist besonders positiv zu sehen das der grosse Teil der Reiter unter 26 Jahre ist und so schon früh einen naturnahen Umgang lernt und lebt.

Wie undurchdacht das ganze ist sieht man auch daran das man gewerbliche Reitbetriebe nicht besteuern kann aber gemeinnützige Vereine sollen dann in Zukunft steuerlich belastet werden. Hier findet dann klar Diskriminierung statt.

Eine Steuer für euer Pferd kann dann im übrigen bis zu 750 Euro pro Jahr kosten, also mehr als die meisten PKWs und da platz mir dann doch die Hutschnur und möchte jeden bitten sich die Zeit zu nehmen sich zu informieren und eine Petition gegen die Pferdesteuer zu unterzeichnen.

Infos und die offene Petition findet ihr hier: Petition gegen die Pferdesteuer

Herbst

Der Herbst beginnt und viele Pferdebesitzer haben es längst bemerkt, der Fellwechsel ist in vollem Gang. Bei vielen Pferden beginnt die Prozedur schon im August. Pferde bereiten sich mit dem schieben des Unterfells auf die kalte Jahreszeit vor. Der Wechsel des Fells bereitet dem Pferd einen erhöhten Energieaufwand, besonders dann wenn die Weidezeit sehr lange war und die Weide nicht genügend Mineralien für den Mineralhaushalt hergibt. Weiden sind leider nicht mehr so reichhaltig in der Vielfalt der Gräser und besonders jetzt braucht das Pferd Rauhfutter. In unserem kleinen Offenstall füttern wir grundsätzlich Heu zu (in allen Jahreszeiten) und unterstützen den Fellwechsel mit  Mineralfutter. 

Benötigt das Pferd zusätzlich Decken? Im allgemeinen nein, bei einem gesunden offenstallgewohnten Pferd welches nicht manipuliert wird (Scheren des Fells) ist der Biorhythmus den Wechsel der Jahreszeiten gewohnt und kann selbst hohen Temperaturstürzen entgegenhalten. Bei älteren Pferden oder auch empfindlichen Kandidaten kann es sinnvoll sein bei viel Nässe eine Regendecke zu benutzen. Die Temperatur ist normalerweise nicht das Problem eher lang anhaltende Feuchtigkeit. Hier ist eine regelmässige Kontrolle durch uns sinnvoll. Pferde zeigen ‚echtes‘ frieren genauso an wie wir Menschen z.B. durch zittern, Fieber oder durch zu häufiges zurückziehen. Hier sollte schnell eingegriffen werden im Zweifel auch Fieber messen oder gar den Tierarzt einschalten.

Helfen können wir wenn es besonders Kalt wird auch mit kleinen Gesten wie dem warmen Tee. Pferde mögen es gern wenn sie zwischendurch einen Wassereimer gemischt mit warmen Salbeitee bekommen.
Da ich selber keine Lust und oft nicht die Zeit habe meine Wohlfühlprodukte wie z.B. Salbeitee oder auch für mich Erkältungstees und Medikamente in der Apotheke zu kaufen vergleiche und bestell ich sowas gern im Internet. eine gute Adresse findet man unter dem Link Apotheke wo man alles wichtige zu günstigen Preisen findet.

Motivieren mit ‚yesssss‘

Inspieriert von einem Artikel aus einer savvy times Ausgabe aus dem letzten Jahr nehm ich mir nochmal das Thema  Motivation fürs Pferd vor.

Im Artikel steht eine wichtige Frage von Pat im Raum: ‚are you the Minister of no or the Ambassador of yes?‘

Menschen neigen oft vorschnell dazu ‚Nein‘ zu sagen und bemerken nicht das ein NEIN per Definition die Umgebung Negativ macht. Stell ich eine Frage erhoffe ich mir eine positive Antwort, Pferde sind da nicht anders. Ein Nein demotiviert das Pferd genau so wie uns Menschen.

Meist bemerken wir nichtmal das wir wieder mal nein gesagt haben. Pferd möchte Grasen und schon wird der Kopf nach oben geholt. Der Hengst möchte wärend des Trainings einen Blick zu seinen Stuten werfen die nebenan fein am Grasen sind und der übermotivierte Reiter bringt den Kopf in eine gerade Position. Wie schön wär es also wenn der Zügel schnell nachgibt, damit Pferd kurz schauen kann die Richtung und geschwindigkeit aber trotz allem gehalten wird. Das sollte immer das Ziel sein, Abmachungen zu treffen öfter Ja zu sagen und im Gegenzug ein motiviertes Pferd unter sich zu haben.

Was stellt ein Nein mit unseren Pferden an? Right brain Intro Pferde wie unser Gamour verlieren an Selbstsicherheit und nicht selten würde ein solches Pferd dann auch mal explodieren. Left brain Extro wie mein Murphy wird anfangen zu Diskutieren und wir liefern einem solchen Pferd die Dominanzfrage frei Haus, da sie gern Diskutieren und im schlimmsten Fall auch mit Dominanzspielen drum kämpfen. Left brain intros reagieren auf ein Nein ganz einfach mit sturem Verhalten in dem Sie einfach immer wieder ansetzen möglichst ohne Kraft aufzuwenden bis der Reiter dann schweissgebadet aufgibt.

Merke und notiere also, nimm dein Pferd ernst überlege vor einem Nein zunächst ob es eine bessere Lösung für das Problem gibt. Motiviere und werde der Ambassador of yes!

Die 8 Prinzipien

Hier nochmal die 8 Prinzipien nach denen wir mit Pferden arbeiten sollten von Pat Parelli, diese müssen wir uns wirklich immer wieder vor Augen halten und verinnerlichen.

1. Horsemanship is natural. (Horsemanship ist natürlich.)
2. Don’t make or teach assumptions. (Sei nicht voreingenommen und lehre dein Pferd, nicht voreingenommen zu sein.)
3. Communication is two or more individuals sharing and understanding an idea. (Kommunikation heisst, zwei oder mehr Individuen teilen und verstehen eine Idee.)
4. Horses and humans have mutual responsibilities. (Pferde und Menschen haben Verantwortungen.)

The Four Responsibilities for the Horse
1. Don’t act like a prey animal. Become more mentally, emotionally and physically fit.
2. Maintain direction.
3. Maintain gait.
4. Look where you are going.

4 für das Pferd:

  • Verhalte Dich nicht wie ein Fluchtier, verhalte Dich wie ein Partner
  • Wechsle nicht die Gangart
  • Wechsle nicht die Richtung
  • Schau wohin du gehst

The Four Responsibilities for the Human

1. Act like a partner, not like a predator. Become more mentally, emotionally and physically fit.
2. Have independent feet and therefore an independent seat.
3. Think like a horse.
4. Use the natural power of focus.

4 für den Menschen:

  • Verhalte Dich nicht wie ein Raubtier, verhalte  Dich wie ein Partner
  • Habe einen unabhängigen Sitz
  • Denke wie ein Pferd
  • Benutze die natürliche Kraft des Fokus

5. The attitude of justice is effective. (Eine gerechte Einstellung ist entscheidend.)

6. Body language is universal. (Körpersprache ist universell.)
7. Horses teach humans and humans teach horses. (Pferde lehren Menschen und Menschen lehren Pferde)
8. Principles, purpose and time are the tools of teaching. (Prinzipien, Zweck und Zeit sind die Werkzeuge des Lehrens.)

Reitwege merken

Eine praktische möglichkeit sich gerittene Wege auch für die Zukunft zu merken ist die Wege auf einer Karte einzuzeichnen oder mittels gps zu importieren. Google Maps bietet einem die Möglichkeit eigene Karten zu erstellen und diese zu bearbeiten.

Hier hab ich mal angefange unsere Reitwege in der Nähe einzuzeichnen