Archiv der Kategorie: Wanderreiten

Wanderritt im Wendland

Wir sind zurück aus dem Wendland

Wir haben einen schönen Wanderritt durchs Wendland gemacht und ein sehr schönes Reitgebiet kennengelernt.
Das Wendland hat den grössten Wirtschaftswald Niedersachsens mit ca. 700 km Reitweg.

Das war grossartig, anstrengend, schön und voller schöner Erlebnisse.

Wir begannen unseren Wanderritt in Restorf bei Kutscher Ulli wo wir am Anreisetag herzlich empfangen wurden und die erste Nacht verbracht haben. Am nächsten Tag ging es dann los. Wir sind zu viert gegen 11 Uhr an einem warmen Sonntag im gemütlichen Schritt gestartet, schon nach etwa 3km waren wir im Wald auf tollen schotterfreiem Weg mit wenig Insekten. Trotz allem habe ich mein sensibles Pferd mit Fliegendecke ausgerüstet. Wir sind dann im Wechsel Trab und gemütlichen Schritt gegangen und haben einfach die Natur genossen. Simon und Murphy haben sich schnell mit den anderen Pferden angefreundet und die Gruppe passte super zusmmen. Ich konnte mit Murphy führen aber auch mal zurück bleiben. Die Navigtion zu unserer ersten Wanderreitstation in Ziemndorf war recht einfach, lange Waldwege manchmal hatten wir spass an umgefallenen Bäumen drum herum zu reiten und die Nebenpfade zu erkunden.

Kolonnenweg

Etwas nervig war der Kolonnenweg, auch dort war es drum herum sehr schön nur der Weg ist elendig lang und hat 2 Betonstreifen. Beim nächsten mal würde ich dort eher weiter abseits vom Weg reiten. Da wir die Gegend aber noch nicht kannten haben wir uns den Kolonnenweg weiter entlang fortbewegt. Wir sind ein kleines Stück grünes Band geritten und haben die typischen Grenzpfeiler aus der Zeit vor der Wende gesehen.

Simon in einer Wanderhütte

kurz vor Ziemendorf knickt das Grüne Band und auf dieser Ecke gab es eine Wanderhütte wo wir länger Pause gemacht haben. Hier konnten wir wieder erleben was Tinker so besonders macht, Simon lief einfach mit seinen Taschen bepackt durch die Tür und stand in der Wanderhütte, auf der Hinterseite schaute er dann durchs Fenster als obs sein neuer Stall wäre. So sind sie halt…

Wir trafen etwa gegen 16 Uhr in Ziemendorf (Reit- und

Ziemendorf

Ferienparadies) ein und waren alle glücklich und zufrieden. Die Pferde haben toll mitgemacht es gab keine Probleme und so haben wir unsere Pferde gewaschen und mit Heu auf 2 grosszügigen Paddocks versorgt. Für uns gabs später ein reichhaltiges Abendessen und zweckmäßig eingerichtete Zimmer denen man noch etwas den Charme einer umfunktionierten Kaserne zum Wanderreithotel entnehmen kann. Einfach aber doch gemütlich.

nach dem Sandbad

Auch am nächsten Tag stellten wir fest das die Gruppe gleich tickte 🙂 ich war zwar schon früh wach aber dann erstmal gemütlich Frühstück etc.. und bis wir mit Satteln fertig waren war es wieder kurz vor 11. Ja ich trödel gern morgens und hetze nicht. Es sollte am 2. Tag nach Prezelle gehen durchs Dorf begaben wir uns auf den Weg und haben noch die Pferde geführt bis wir dann auf einem Feldweg aufstiegen und wieder im Wald verschwanden. Der Weg fing toll an, mit hoch bewachsenden Gras in der Mitte und wieder ohne Schotter. Mitten im Wald trafen wir dann auf die Siedlung Wirl mit kleinen Paddocks zum Pause machen.

tolle nebenwege

Danach wurde
uns der Weg zu steinig und wir entschlossen uns die geplante Route zu verlassen und sind dann mit einem Märchenwald wie wir ihn nannten belohnt worden. Teils sind wir dann komplett ohne Wege geritten und die Pferde waren super Trittsicher. Später erreichten wir dann über ein paar Feldwege Prezelle und standen am eigentlichen Ziel wo uns ein Schild begrüsste (Hier ist nicht die Wanderreitstation diese befindet sich…) hups naja wir schauten auf dem Navi nach und haben dann auch die angegebene Adresse gefunden. Hier war alles sehr einfach und wir waren alle zusammen in einer Ferienwohnung mit 2 Schlafzimmern und einer Küche mit Essbereich, es gab chilli con carne im Sommer (muss man auch erstmal drauf kommen) was aber sehr gut schmeckte. Die Pferde haben sich schon sehr aneinander gewöhnt und kaum war eines der anderen beiden Pferde mal nicht in Sicht wieherte Murphy sofort.

Der dritte Tag begann bei mir wie immer, früh hoch aber dann entschleunigen 🙂 und wieder sind wir so gegen 11 los…
Unser nächstes Ziel war Rehbeck der Reiterhof Laubach. Wir hatten mehr Feld und Wiesenwege, Dörfer und auch Landstrassen und weniger Wald dafür mehr Trab und auch mal flotten Galopp.

Nemitzer Heidehaus / Paddocks

Ein Highlight war natürlich die Nemitzer Heide, soo schöne Wege und eine tolle Pausestation das Nemitzer Heidehaus welches auch Paddocks für die Pferde hat.
Später das erste mal etwas verritten aber auch schnell gemerkt und korrigiert. Die Pferde haben ihren Job an den Strassen und mit den vorbeifahrenden Autos souverän gemacht, die Dörfer waren meist aber auch klein und schnell durchquert. Als wir in Rehbeck an der Station ankamen waren wir erstaunt über zwei Wanderlamas die dort schon ihre verdiente Ruhe nach einem Tagesmarsch mit ihren Menschen genossen. Die Station war super, sehr gemütliche Zimmer, tolles Essen und die Pferde hatten sehr große
Paddocks. Die Kehrseite war das dort auch ein Reitbetrieb war wo mir ganz anders wurde. Boxenhaltung wo nur der Kopf mal aus dem Fenster schaute und Türen die auf der Kannte vom Koppen zerfressen waren. Man sagte uns die Pferde sind am Tag auf der Weide (wir kamen um 16 Uhr da waren sie schon in der Box und wir sind morgens um 10 Uhr aufgebrochen da standen sie immer noch in der Box).
Als Offenstallverfechter kann ich mir so etwas für mein Pferd nicht vorstellen und eigentlich sollte so kein Pferd  leben müssen. Ich hoffe das es so etwas schon in naher Zukunft in Deutschland nicht mehr geben wird, so wie auch die Ständerhaltung abgeschafft wurde.

Ab durch die Luzi kennt ja jeder den Spruch, wir haben es gemacht. Der 4. Tag führte uns nach einem anständigen Bügelschluck in das Waldstück Luzie welches wir durchqueren mussten.
Abwechslungsreiche Natur tolle Wege aber auch vieeeeeel Bremsen so waren wir froh als wir durch waren und über Dünsche oder war es Künsche (??) in den Gorlebener Forst kamen wo es ruhiger wurde. Der Forst beherbergt das Zwischenlager von Gorleben und auch die Beluga ein Greenpeace Schiff was mitten im Wald steht. Leider haben wir es an dem Tag nicht gefunden und sind knapp vorbei geritten. Die Wege waren wirklich schön und abwechslungsreich.  Als gut eingespieltes Team sind wir flott voran gekommen obwohl es die längste Strecke war haben wir kaum
länger gebraucht als an den anderen Tagen. Besonders am Schluss merkte man das die Pferde schneller wurden da sie wohl ahnten es geht zur ersten Station in Restorf bei Kutscher Ulli.

Nach dem Wanderritt haben Anja und ich noch ein paar Tage mit den Pferden bei Kutscher Ulli Urlaub gemacht mit Tagesritten in der Umgebung. Ein Highlight war dabei die Beluga von Greenpeace die wir bei einem solchen Sternritt dann doch noch gefunden haben

Zusammen mit Kutscher Ulli haben wir dann noch einen gemeinsamen Ritt gemacht und wir konnten Ullis tollen Wegen folgen. Es war ein super warmer Tag und wir sind mit den Pferden in den Gartower See hineingeritten

Gartower See

Später sind wir mit unseren coolen Pferden noch über einen belebten Flohmarkt geritten und haben im Wald einen tollen Trimm dich Pfad für Pferde gefunden wo wir über Wippen geritten sind und durch Irrgärten und kleine Berge hoch und runter – ganz toll dort.

Auch die schönste Zeit hat ein Ende und wir waren etwas traurig als es  Heim ging.

Ein besonderes Dankeschön an Ulli und Manuela Vogt die sicher die schönste Wanderreitstation dort betreiben mit viel Liebe und Herz. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und werden im nächsten Jahr einen weiteren Wanderritt mit anderen Stationen planen aber am Ende wieder Urlaub bei Ulli und Manuela, dann wird auch das Thema Fähre angegangen und wir wollen das erste mal mit Pferde Fähre fanren.

Auch ein Dankeschön an Susi und Kathrina unsere tollen Mitreiter. Es hat alles gepasst und auch unsere Pferde kamen alle gut miteinander aus.

Susi / Kathrina

Wer sich für unsere Strecke interessiert hier eine grobe Übersicht über den eigentlichen Wanderritt, die Karte stammt aus der Planung, einiges haben wir anders geritten aber im groben kommt das schon hin:

 

das Baskenland – Ritte in den Bergen

Vor längerer Zeit berichtete ich über Diego Pelusas und seine tollen Videos auf youtube.

Zur Erinnerung und zum träumen hier nochmal ein Video:

Diego der eigentlich Jon heisst lebt in einem der schönsten Reitgebiete die man sich vorstellen kann. Sein playground und seine Welt ist in der Nähe von Alonsotegi etwa 15 min Autofahrt von Bilbao / Spanien.

Wir sind dort gewesen um nun endlich auch 360 Grad dieses tolle Reitgebiet zu erkunden. Gemeinsam mit Diego Pelusas sind wir dort atemberaubende Ritte gegangen. An dieser Stelle erstmal ein Danke  an Diego  und natürlich auch Unai die sich ganz grossartig um uns gekümmert haben und die Ritte organsiert haben.

Perkus und Arin

Ich hatte schon vor der Ankunft einen grossen Traum, mir hat aus seinen unzähligen Videos, ein Pferd besonders gefallen: Arin der Halbaraber und jaaaaaa ich konnte ihn für diese Zeit reiten. Wowww was für ein tolles Pferd. Auch für Anja wurde ein passendes Pferd gefunden. Ein hübscher Mix der auf den Namen Perkus hört.

Am ersten Reittag haben wir uns mit den Pferden vertraut gemacht und eine „ruhigere“ Runde geritten, die für uns Flachländer schon ganz schön anstrengend war. Zwischendrin das erste Highlight mit Arin einen schnellen Galopp hingelegt. Schnell ist das Stichwort, dieses Pferd kennt kein Tempolimit und ist irrsinnig schnell aber jederzeit an den Hilfen und trotz Adrenalin gut zu handeln. Wir konnten unglaublich viel über das Reiten in extremen abhängen und Steigungen lernen. Wir hatten etwas Erfahrung durch unsere Ritte in Bayern aber das hier war einfach eine andere Nummer. Wir wurden langsam an Grenzen geführt und konnten beide unseren Komfortkreis erweitern.

Am 2. Tag sind wir den Ganeko einen der höchsten Berge hochgeritten. Schon am ersten Tag erzählte uns Diego da wollen wir morgen rauf. ich dachte bei mir, ne nicht möglich da kann man nicht hochreiten, keine chance. Wir wurden eines Besseren belehrt. Wir konnten, dank diesen tollen Pferden denen scheinbar nie der Akku ausgeht war es möglich. Wir hatten irres Glück mit dem Wetter, absolut klar, warm, trocken und ebend nichts rutschig. Bei schlechtem Wetter lässt man das lieber bleiben. Die Aussicht auf dem Ganeko ist der absolute Traum, wir konnten bis über die Stadt Bilbao bis nach Plentia schauen. Freiheit und Natur pur dort oben haben wir einige Raubvögel gesehen und auf dem Ritt nach oben Wildpferde, Kühe, Ziegen, Schafe und Rehe alle frei. Hier kennen wir nur Kühe hinter Stromlitze das war so wirklich einmalig schön. Einmal trafen wir einen Hengst der seine Herde vor uns beschützen wollte und uns unmissverständlich erklärte das wir besser schnell weiterziehen. Mein Kopf war völlig frei dort oben bis auf den kleinen Gedanken „Wie kommen wir hier wieder runter“ mir war etwas mulmig bei dem Gendanken aber auch das haben wir gemeistert.

 

Reiten in den Bergen

Dank der Erfahrung von Unai und Diego die beide immer mitgeritten sind fühlten wir uns dort oben wirklich sicher.

Auch an den darauffolgenden Tagen war es sehr schön und wir freuten uns über Esti eine Freundin und auch Einstellerin in dem Stall die mitgeritten ist. Wir haben viel glacht und hatten eine menge Spass. Am letzten Tag waren wir eine etwas grössere Gruppe auch das passte super. Sehr nett alle und wir waren recht flott unterwegs.

Man kann in Bilbao ins Gugenheim Museum gehen. Muss man aber nicht, die Orte die wir gesehen haben toppen alles. Natürlich hatten wir auch reitfreie Tage an denen wir uns dann in Plentia oder San Sebastian umgeschaut haben und überall Pintxos gegessen haben. Ernährt man sich davon eigentlich in Spanien? Überall gibt es diese kleinen Pintxos in allen möglichen Kreationen, wer schon mal da war weiss was ich meine. Pintxos everywhere! Lecker diese Dinger warum gibts die nicht hier in unseren Bars?

Leider hat auch die schönste Zeit ein Ende und wir sind zurück in Deutschland. Es wird einen 2. Teil geben. Wir kommen wieder, ich habe es Arin versprochen das wir uns wiedersehen.

Im Juni werde ich euch dann wieder etwas von unseren deutschen Reitgebieten mitbringen können. Wir machen einen Wanderritt im Wendland auf den wir uns auch schon wahnsinnig freuen.

Das Jahr neigt sich dem Ende

Manchmal bin ich einfach Schreibfaul oder habe auch zu viel andere Dinge um die Ohren. Ein paar Dinge rund um den kleinen Grevelauer Offenstall sind natürlich wieder passiert. Und so gibt es noch einen letzten oder vorletzten 😉 kleinen Bericht.

Wir hatten vor einiger Zeit einen sehr schönen Funride in Westergellersen bei dem ich Orga mitgemacht habe und Anja und Manu mit Simon und Boomer geritten sind. Funrides sind tolle VFD Veranstaltungen die Ihren Ursprung in England haben. Bei einem Funride wird zuvor eine Strecke festgelegt und markiert. Dann trifft man sich am Startpunkt innerhalb eines festen Zeitfensters. Abritt ist innerhalb dieses Zeitfensters, es handelt sich allerdings nicht um einen geführten Ritt und jeder kann selber entscheiden mit wem er wann losreitet. Wichtig ist das er bis zu einer vorher ausgemachten Deadline wieder zurück ist, damit niemand vergessen wird und man sicher ist das auch alle gesund wieder zurück sind

Anja und Manu beim funride
Anja und Manu beim funride

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Beim Funride in Westergellersen vom VFD BzV Harburg / Nordheide ging es ab 09:00 los. Manu und Anja waren schnell fertig und konnten die fantastische Strecke durch den Westergellersener Forst in Angriff nehmen. Die Waldwege dort sind einfach zum Reiten gemacht und hier können wir feststellen das wir doch eines der schönsten Reitgebiete direkt vor der Türe haben.

Aber was erzähl ich euch hier ein paar Impressionen:
Die Beteiligung war enorm und zeigt die Beliebtheit von VFD Reitveranstaltungen. Auch das Wetter hat mitgespielt und das sah die Tage davor wirklich nicht danach aus. Es regenete Tagelang, pünktlich zum Funride wars dann trocken und hin und wieder war auch die Sonne zu Gast, eigentlich bestes Reitwetter.

Wer selber gern einmal an einem VFD Ritt oder auch eine der vielen VFD Termine teilnehmen möchte kann sich in der Terminliste des VFD einmal umschauen ob schon für 2017 etwas dabei ist.

VFD  TERMINE

Nun naht langsam 2017 und wir schmieden schon die ersten Pläne. Einen Wanderritt im Wendland, das Wendland steht schon länger auf unserer Liste und nächstes Jahr werden wir dort einen hoffentlich sehr schönen Ritt haben. Von Restorf nach Ziemendorf über Prezelle zum Reiterhof Laubach und dann wieder Richtung Restorf wird das ein 4 Tagesritt im Juni. Ich werde berichten wenn es so weit ist. Eins steht aber fest das Wendland ist super Vernetzt und mit vielen Wanderreitstationen, die eine Planung sehr einfach machen ein Paradies für Reiter.

Ein weiteres ganz besonderes Abenteuer dann noch im Mai. Nicht auf unseren Pferden aber auf Spaniern im Baskenland. Ja richtig wir besuchen Diego Pelusas und feiern dort unseren 25. Hochzeitstag. Vor einiger Zeit habe ich über Jon Ander Bastegui (alias Diego Pelusas) schon berichtet  . Lasst euch überraschen Jon hat versprochen viele Fotos zu machen damit das ein unvergessliches Abenteuer wird.

In 2017 werde ich beim VFD BzV Harburg / Nordheide noch etwas aktiver werden aber dazu mehr im nächsten Jahr.

Ein Thema wird in 2017 sein, Weiterbildung / Ausbildung.

Ein Baustein sind für mich Kurse bei mobilen Trainiern und natürlich neverending self improvement nach Parelli. Hinzu kommen soll eine VFD Ausbildung zum Geländereiter / Wanderreiter. Wie das geht, welche Kurse man benötigt gehe ich gerade an und suche geeignete Termine für mich raus. Das wird spannend und ich werde euch davon Berichten wie es läuft.

Nun wünsche ich euch schon einmal einen schönen 4. Advent (wow die Zeit rennt) und frohe Festtage. Und wenn ihr nicht wisst was ihr in der Weihnachtszeit machen sollt ein Glühweinritt geht immer 🙂 und natürlich nicht die Stall Weihnachtsfeier vergessen.

Buchtipp Die Wanderreiter-Akademie (Herbert Fischer)

Ich habe gerade das Buch
Die Wanderreiter-Akademie (Herbert Fischer) gelesen.

wanderreiter_akademie
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Herbert Fischer ist Autor und auch Gründer der deutschen Wanderreitakademie.
Das Buch ist ein guter Ratgeber für Einsteiger aber auch erfahrene Wanderreiter werden das eine oder andere auf die Reise mitnehmen.
Es ist keine Schritt für Schritt Anleitung (die wird es auch wo anders nicht geben).
Hier werden Packlisten diskutiert oder auch das ideale Wanderreitpferd, die Fischer-Dietz Methode mit 50 Punkten, um ein Pferd zu bewerten (spannend wenn gleich ich einiges anders sehe getreu dem Motto „kein Pferd hat die falsche Farbe“) aber es geht um Sicherheit und Objektivität für den Einsteiger und aus dieser Sicht kann ich die meisten der 50 Punkte sehr gut nachvollziehen.
Herbert Fischer bezeichnet sich im Buch als Generalist und dies wird ihm auch in seinem 2. Leben als Wanderreiter nachgesagt. Er führte vorher ein Unternehmen mit 800 Mitarbeitern und er weiss wovon er redet und kennt Ziele und Methoden. In der Wanderreitakademie sind Ausbildungsstufen bis hin zum Wanderritt Meister vorgesehen wo auch unternehmerische Qualitäten wie Rechnungsewesen Planung eines Wanderreitbetriebs, Menschenführung/Psychologie eine Rolle spielen.
Interessant sind die Ausführungen mit welcher Planungssicherheit große Ritte angegangen werden.
Man merkt schnell wo die eigenen Qualitäten verbessert werden können und müssen.
Sehr schön auch die unterschiedlichen Anekdoten / Geschichten von vergangenen Ritten, bei manchen muss man lachen bei manchen staunen. Und jedes mal nimmt man etwas mit, sei es nur eine neue Idee.
Einziges Manko wenn man es überhaupt so nennen kann ist das Produktplacement bei den Tipps zur Ausrüstung. Schnell merkt man, mit wem Herbert Fischer lange zusammenarbeitet und die Firma ****** kommt immer wieder vor, es fehlen dann Alternativen im Buch. Nun gut er geht von bester Ausrüstung aus und empfiehlt diese so, niemand ist frei davon ich habe gute Erfahrungen mit Ortlieb und kenne und nenne in diesen Bereichen auch keine Alternativen….

Das Buch ist lehrreich, spannend und manchmal auch etwas zum Träumen, mich hat es gepackt und es war an 2 Abenden durchgelesen. Wer etwas über die Wanderreiterei lesen möchte und nebenbei auch etwas lernen möchte ist hier richtig.

Heideabenteuer und Wanderreit Route

Wir haben uns so drauf gefreut!! unser 2016er Heideabenteuer. Nun ist es schon wieder vorbei. Es bleiben tolle Erinnerungen, ein super schöner Ritt und tolle Wege die Lust auf Wiederholung machen.

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Start Döhle grosser Parkplatz

Den Ritt haben wir von Döhle (grosser Park und Kutschenplatz) gestartet. Vieles war anders als sonst 🙂 6 Menschen 4 Pferde 2 Fahrräder (ja die Fahrräder hatten sogar Namen eines hiess Simone und eines Simona). Es war das erste mal mit Fahrrardfahrern dabei und eigentlich möchte ich das nicht mehr missen. Fahrradfahrer sind flexibler und können schnell mal einen Weg checken oder am Pferd helfen (grosses Lob an Dennis und Tanja die Simona und Simone geritten/fahren sind). Auch konnten Anja und ich mal das Pferd gegen eine Simone oder Simona tauschen und die beiden Fahradfaher konnten ein stück reiten. Puhhh Heidesand und Mountainbike ist eine Sache für sich aber bringt durch die abwechslungsreiche Bewegung die Knochen wieder in Schwung.

Die Route hat etwa 30 km pro Tag. Unsere Pferde ein Kalti, Tinker, PaintHorse und Jeanna (Lewitzter Araber Hmm weiss gerade nicht genau) waren gut vorbereitet und konnten die Streckenlänge gut mitmachen. Wenn ihr die Strecke nachreiten wollt und gemütlicht wie wir das machen vorankommt und auch mal Pause macht dann sollten auch eure Pferde das schaffen. Besonderheiten waren eine Autobahnüberquerung (unsere Pferde kennen das) und an einigen Stellen mal Landstrasse (wirklich wenig) mit ausreichend Grünstreifen. Eine Panzerringstrrasse (auch Grünstreifen) wo normalerweise keine Panzer aber elendig viele Tanklaster durchfahren (Montag)… etwa 2km nervig dann aber auch gegessen. Ein Kutschenparkplatz höhe Wilsede, dieser eignet sich gut um etwas Pause zu machen, die Pferde gewöhnen sich an die vielen Kutschen und Pferde und später trifft man immer mal wieder eine entgegenkommende Kutsche und sie kennen es dann schon. Für uns gab es da keine Probleme.

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Kutschenparkplatz

Der erste Tag ist seeeeeeeeehr schön und man bekommt viel Heide zu sehen (haltet den Fotoapparat bereit) gegen Ende trefft ihr auf das Kargland von Reinsehlen mit seinen Schafen und Hunden und einem Kletterpark den man aber nur von weiten sieht. Die Hunde der Schäfer haben uns gleich begrüsst und wollten mit Simon unserem Tinker sogar spielen (Simon wird nicht immer als Pferd wahrgenommen). Wir hatten an den letzten Kilometern irrsininnig viele Hirschlausfliegen. Auf Wikipedia steht das die Hirschlausfliegen erst im August/September auftreten nur leider lesen diese Viecher kein Wikipedia und sie sind schon im Juni an manchen Stellen in der Heide. Wer sie nicht kennt hat nichts verpasst. Die Pferde reagieren um das 1000 fache heftiger als bei einem Bremsenüberfall. Sprays sind meist nicht wirksam man muss bei Hirschlausfliegen wirklich zusehen den Übeltäter vom Pferd zu bekommen und gleich mit den Fingern zerquetschen. Einfaches draufhauen funktioniert NICHT.

Die erste Station (Schnuckenhof):

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Schnuckenhof Wesseloh

Wir erreichten trotz Hirschlausfliegen rechtzeitig die erste Station den Schnuckenhof in Wesseloh. Der Schnuckenhof ist eigentlich eine tolle Station mit gutem Essen, liebevoll eingerichteten Zimmern und die Möglichkeit die Pferde auf einem Graspaddock zu stellen. Unsere 2 Mitreiter wollten aber eigentlich eine BOX und das war nicht möglich da die Boxen verschimmelt waren und einen Boden mit Löchern hatten wo Pferde mit dem Huf stecken bleiben können. Das Heu war qualitativ auch schlecht. Der Schnuckenhof hat sich zu dieser Kritik aber bereits geäussert und verspricht Besserung! Das zeigt das man dort sofort reagiert und auch einsieht hier dem Kunden das beste zu geben. Darüber freue ich mich denn die Boxen passten nicht zum Rest, daher bin ich  überzeugt auch das wird in Kürze.

 

Der 2. Tag

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Heidewege

Der 2. Tag bedeute auch Abschied aber dazu gleich. Wir sind vom Schnuckenhof in Richtung Insel geritten wo wir noch einen kleinen Abstecher zu einer ex Einstelllerin von uns gemacht haben. Ich habe mich gefreut sie zu treffen und auch ihr Pferd (Paddy) auch mein Murphy war erstaunt wen er da trifft und rannte sofort hin. Wir wurden mit Kaffee und Kuchen begrüsst und hatten unsere erste schööööne Pause. Dann ging es weiter in Richtung Heber um Schneverdingen herum. Tolle Wege schöne Heide einfach geniessen und mal die Seele baumeln lassen. In Heber hatten wir dann einen Zwischenstopp bei unseren 2 Mitreiterinnen an deren Stall wo die Reise für die beiden endete und der besagte Abschied war. Gern wären wir mit Katrin und Kerstin weitergeritten da alles so gut passte. Wir hatten am Stall noch eine schöne Pause mit Würstchen und Getränken (Daaaaaaaaaanke) und demnächst kommen wir zum Stalltreffen und Grillen (freuuuuuu). Danach ging es aufs letzte Drittel der 2. Tagesetappe in Richtung Wiedingen. Von hier lief alles wie im Flug, Murphy hat noch ein paar mal nach den fehlenden Pferden gewiehert und gerufen dann waren wir wieder auf Tour 🙂 Der Wald nach Heber den wir getroffen haben kenne ich noch vom letzten Jahr, ich hatte ihn den Mückenwald getauft. In diesem Jahr war davon nichts zu merken. Es war erstaunlich ruhig und wir kamen zügig durch. Die letzten Kilometer hatte Anja das Pferd gegen Fahrrad getauscht und Dennis und ich konnten zusammen eine lange Strecke Traben. Ich bemerkte das Murphy spürt wohin es geht er war ja schon mal da.

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Brücke im Wald

die 2. Station der Menkenhof (Wiedingen)

Endlich angekommen am Menkenhof wurden die Pferde mit dem weltbesten Wanderreitpaddock auf Gras (etwa 50 X 50) begrüsst und wir 4 Menschen hatten das Backhaus (2 Etagen). Mir liegt so viel auf der Zunge was ich über den Menkenhof schreiben möchte aber hier muss ich nichts sagen ausser :       GROSSARTIG   Ich habe da wirklich Respekt vor einen so grossen Hof so toll zu führen. Hier stimmt alles. Egal ob Box oder Paddock oder Graspaddock man wird eure Wünsche erfüllen und eure Pferde wollen da nie wieder weg. Tolle Gastgeber, der Beste Fin (Stallmeister) und ein beeindruckendes Anwesen. HIer wurde vor langer Zeit auch die Serie „Wir Kinder vom Alstertal“ gedreht. Abends haben wir uns dann noch Deutschland:Polen angeschaut und mitgefiebert, das leere Ergebnis ist bekannt.. Morgens gab es ein super Frühstück im Haupthaus. (Sehr lecker).

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Menkenhof

3. Tag zum ZIel Reiterhof Winandy (Reiningen/Wietzendorf)

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Wege im Wald

Gestärkt vom Frühstück ging es los in die letzte Etappe des eigentlichen Wanderritts. Wir haben die Heide nun verlassen und treffen tollen Waldwege, kleine Dörfer und zwischendrin das bekannte Feriencamp in Wietzendorf dort wollten wir in die „Gaulschenke“ um etwas zu trinken aber wir hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Montags Ruhetag… Nun gut einfach weiter. Die Wege waren abwechslungsreich und wir trafen auf eine „Ecke“ die mir schon bei der Planung „unangenehm“ aufgefallen war. Kurz nach der Autobahnüberquerung (A7) ging es auf eine Panzerstrecke zu an der „Wilden Heide“. Hier lief einiges schief. Ich hab mich entschlossen gleich zu beginn auf die Panzerstrasse auszuweichen (Fehler) hab dann noch 5 m davor einen Weg entdeckt der direkt an der Panzerstrecke Parallel verläuft. Das war anfangs gut endete aber in einen immer schmaler werdenden Weg bis ebend keiner mehr vorhanden war. Unter uns ein Teppich aus Blaubeerbüschen und überall Bäume war es beschwerlich voranzukommen. Am Ende haben wir einfach Zeit verschenkt. Wir hätten meine ursprüngliche Version (Blaue Linie) folgen sollen und dann auf die Panzerstrasse, es lässt sich eh nicht vermeiden. (Wer den Ritt nachreiten möchte kann sich mit mir in Verbindung setzen ich instruier gern noch etwas genauer). Zu allem Überfluss kamen danach Armeen von Bremsen die es auf unsere Pferde abgesehen haben (brrr) und wir mussten noch etwas ums Sperrgebiet herumreiten. Dann wurde es wieder besser und wir begaben uns langsam auf die Zielgerade.

Endziel (Reiterhof Winandy in Reiningen)

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Ferienhof Winandy

Die letzten Kilometer sind wir im Trab und Galopp auf Reiningen zu geritten und wurden herzlich empfangen und konnten unser Ferienhaus begutachten. Die Pferde wurden auf grosser Weide untergebracht. Auch hier ein Kompliment an die Gastgeberin Petra die alles richtig macht. Man fühlt sich sofort wohl und ich habe gleich angefangen zu entschleunigen. Herrliche Ruhe auf dem Ferienhof. Ziegen, Hunde und Pferde. Wir haben hier noch eine Woche Urlaub gemacht und natürlich auch noch einige Ritte in die Umgebung unternommen. Es gibt hier viel Wald und Sandwege. Für uns Reiter ein Traum. Wer es nicht so genau mit Schildern nimmt reitet in Richtung Sperrgebiet (ehhh nein wir doch nicht) und man befindet sich in mitten eines Filmsets was „the walking dead“ in nichts nachsteht. Menschenleer, hier und da mal ein Reh und sonst nix. Muss man gesehen haben kann ich so garnicht erklären.

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Reiten in Reiningen

Es war ein grosses Abenteuer quer durch die Lüneburger Heide daher passt auch immer noch der Name des Ritts den ich vorher schon auserkoren habe „Heideabenteuer“. Wenn ihr den Ritt nachreiten wollt, hier ist die Karte:

Bei Fragen könnt ihr mich gern ansprechen oder eine mail an offenstaller@googlemail.com schicken. Der Ritt ist für fortgeschrittene und ambitionierte Reiter machbar. Alle Etappen liegen bei 30 km also eine Gesamtstrecke von etwa  90 km. Unsere Pferde machen das auf den überwiegenden Sandwegen OHNE Hufschutz. Aber jedes Pferd ist anders und einige benötigen Hufschutz.

Der Ritt ist von uns durchgeführt eine Garantie oder ähnliches kann ich nicht geben das immer alle Wege frei sind und so wie gezeigt reitbar sind. Altenativen müsst ihr dann selber herausfinden.

 

Legende:

Station 1: Schnuckenhof Wesseloh

Station 2: Menkenhof Wiedingen

Station 3: Ferienhof Winandy

Und hier ein Paar Impressionen:

Pfingstritt mit Hindernis und Verladeübungen mit Erfolg

Länger nichts geschrieben, das zeigt wir waren zu viel beschäftigt. Natürlich mit den Pferden. In den letzten Wochen haben wir das Training wieder aufgenommen und Murphy endlich Hängertauglich bekommen. Er war im Gegensatz zu Simon wirklich ein schwieriger Fall. Die Vorarbeit war längst gemacht und Angst war schon sehr früh dank viel desensibilisierung in squeeze games nicht das Problem. Er ging eigentlich immer auf den Hänger aber Stange zu hat er clever wie er ist immer mit einem Hinterbein blockiert.
IMG_20160510_182904Also haben wirs eine Zeit ganz weggelassen im Training um das Muster erstmal zu löschen und dann zusammen mit meiner Trainerin Christine Woyrsch frisch angegangen. Hier fiel auf das
Murphy das Muster garnicht mehr inne hatte aber ich noch sehr nervös war, trotz allem klappte es in wenigen Minuten und wir konnten stressfrei fahren. Um es sicher zu machen haben wir dann
auf einem Pfingstritt nochmal verladen, wir sind Pfingsten nach Döhle geritten und am Ende dann mit Hänger, den wir nachgeholt haben, zurück gefahren. Nun werden wir das häufiger mit einbauen
um Routine zu bekommen.

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Waldwege

Pfingsten haben wir wie erwähnt einen grösseren Ritt gemacht, auch schon als Vorbereitung für unser diesjähriges Heideabenteuer (Mit Pferd durch die LG Heide 10 Tage). Das Wetter war die Tage DAVOR super nur an diesem Wochenende wollte es nicht so wirklich, ein lustiger Mix aus Regen, Sturm, Sonne und für die
Jahreszeit niedrigen Temperaturen erwartete uns, wir haben das Beste draus gemacht, sind von Winsen nach Döhle etwa 34 km geritten, haben dann die Pferde versorgt und ab in die Pension. Am Sonntag wollte keine rechte Stimmung aufkommen da unsere Mitreiter abbrechen mussten, ein Pferd hatte ein dickes Hinterbein und da war reiten natürlich nicht sinnvoll.

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Frühstück in Döhle

Am Montag noch Paddocks abgeäppelt und den Hänger geholt und um viele Erfahrungen reicher dann nach Hause.
So ist das halt nicht immer läuft es so wie wir uns das vorstellen aber wir ziehen immer auch das Positive heraus.

Warum überhaupt Wanderreiten

Warum fasziniert das Wanderreiten eigentlich so und wozu kann es gut sein?
Reiten kann man, wenn das Ausreitgelände am Stall gut ist, auch dort und auch das macht spass.Beim Wanderreiten kommen nun neue Komponenten hinzu:

– wie verhält sich mein Pferd wenn es nicht am heimischen Stall ankommt
– wie kommt es Nachts im fremden Stall/Paddock klar
– herausforderungen meistern
– neue Aufgaben finden
– Erleben von Natur die noch unbekannt ist

Und sicher noch einiges mehr.
Das Pferd ist schon von Natur aus ein Lauftier und ein Nomade
so liegt es auf der Hand dem Ziel des Wanderreitens näher zu kommen. Im Gegensatz zu den Hallentieren die ihr armes Leben ständig im Dressurviereck und einer Box verbringen dürfen sie ihrer wahren Natur näher kommen. Dabei lernt das Pferd Trittsicherheit, mehr Selbstbewusstsein, Strassensicherheit, Teamverhalten auch mit seinem Menschen und nicht zuletzt natürlich auch die mentale Physis und körperliche Fitness + Kondition.

Pause im Wald
Pause im Wald

Und wir Menschen?
Ein hauch von Abenteuer aber auch das Abschalten aus unserer technisierten immer online geprägten Welt entschleunigt uns wie bei kaum einer anderen Tätigkeit. Nirgends kann ich so gut abschalten wie beim Reiten und in freier Natur ist es noch viel schöner. Wir lernen Komfortkreise zu verlassen, halten uns fit und gesund, lernen den Umgang mit Kartenmaterial, die kleinen Dinge unterwegs die man aus dem Auto nicht mehr wahrnimmt, das Pferd nicht ständig kontrollieren zu wollen sondern sich auf seinen Partner Pferd zu verlassen und natürlich auch Verantwortung zu übernehmen.

Es ist, zumindest für mich die schönste Art zu reisen.
Unterwegs benötigen wir keine Swimming pools und Strandbars, meist kommen wir mit dem einfachsten aus. Eine nette Wanderreitstation mit einem Bett und einer Dusche
von denen es in Deutschland wirklich sehr viele gibt reicht uns schon aus, manch einer braucht gar nur ein Zelt mit einem mobilen Paddock.
Ich merke wie unwichtig dieser Hotelluxus ist und freu mich dieses wunderbare Hobby entdeckt zu haben. Der Ritt und die Erlebnisse an sich ist genug Freude und Abends kommt man wo auch immer glücklich und zufrieden an. Dabei spielt es keine grosse Rolle ob man das Pferdeabenteuer in fernen Ländern sucht oder hier in Deutschland unterwegs ist. Wir haben hier in Deutschland hervorragende Wanderreitgegenden wie z.B. die Lüneburger Heide, die Pfalz oder den Bayrischen Nationalpark.

Vorbereiten auf die Wanderreitsaison

Nachdem es nun ein wirklich schlechter Winter war mit wenig Kälte dafür aber viel Wasser und Matsch freuen wir uns auf den Frühling. Die Tage werden länger das Training für die kommenden längeren Ritte hat begonnen. Manchmal steht man dann da und weiss nicht
so recht was kann ich mit meinem Pferd trainieren?

Ich habe mal eine kleine Liste mit Ideen:

1 Kondition kommt durch die langsam immer grösser werdenden Ritte
2 friendly game in der Mitte auf Autobahnbrücken
3 Reiten durch Wasser (meiner findet es blöd und Simon würde sich am liebsten hinschmeißen und baden)
4 Weg verlassen und Beine heben über Stock und Stein
5 anbinden im Gelände
6 Aufstiegshilfe im Wald (alles kann eine Aufstiegshilfe sein, klappt es so wie auf dem Platz)
7 Reiten mit Ausrüstung (Taschen etc..)
8 Ein Pferd als Handpferd (für den Fall der Fälle)

Taschen am Sattel
Taschen am Sattel

 

 

 

D

 

Diese Liste wird wie unsere Liste „101 things we can do for winter“
101 things we can do for winter
sicher noch fortgesetzt
Wer interesse hat kann unter

Geländetraining

im natural-friends Forum gerne mitlesen oder auch eigene Ideen beisteuern.

In diesem Sinne:
„prior and proper preparation prevents P-poor performance“ (Pat Parelli)

Auf und davon auf 4 Hufen

Das Wetter, ja es will noch nicht so wie wir es gern hätten. Das Jahr hat mit Regen, Nässe und Kälte begonnen und sudelt auch anfang Februar noch so vor sich hin. Die Arbeit mit dem Pferd ist oft eher Arbeit fürs Pferd und wenn wir so die eine oder andere Schubkarre Äppel durch die Gegend schieben träumen wir schon von Sonne, Abenteuern und einem sauberen Pferd auf langen Wanderpfaden.

Noch etwas Glühwein, Kaffee und ein paar Packungen Taschentücher und wir haben es geschafft. Ich bemerke die täglichen 2 MInuten mehr Licht pro Tag und fang an zu rechnen wann es endlich besser wird. Ein weiser Mann sagte mal stell dich in den Regen und geniesse es, es regnet auch wenn du schlechte Laune hast. So in etwa zumindest. Ja recht hat er und wir machen das was wir machen können.

Die noch dunklen Abende eignen sich wunderbar zum Planen von pferdischen Abenteuern und das bringt mir gleich wieder ein Lächeln ins Gesicht. Die Vorfreude auf schöne Ritte.

Anja mit Tinker Simon in der Heide
Anja mit Tinker Simon in der Heide

So habe ich angefangen und die ersten 2 Wanderritte sind fertig geplant. Da uns schon im letzten Jahr die Heide so mitgerissen hat wollen wir auch dieses Jahr wieder gen Heide Reiten. Der erste bietet sich Pfingsten an da sowieso 3 Tage Frei sind, werden wir vom Stall direkt in die Heide nach Döhle reiten. Am nächsten Tag dann durch Wilsede etwas ungeplant Wege erforschen und Abends wieder in Döhle ankommen und Montag den Rückritt. Zusammen mit noch 4 weiteren Reitern wird das bestimmt ein sehr schöner Pfingstritt und gleichzeitig der Auftakt und Training für einen 2. Wanderritt über eine Woche, den wir in Döhle beginnen werden nach Wesseloh – Soltau – Wiedingen – Winandy und von dort viele Tagestouren um das Sperrgebiet herum. Ich freu mich auf Schnucken, neue Pfade, neue Erfahrungen und Bekanntschaften.

Wer noch nichts geplant hat kann auf den Seiten der VFD seit neuestem unter dem Punkt zusammen unterwegs schauen ob noch Gruppen Mitreiter suchen. Selbstverständlich geht es auch umgekehrt wenn eure Gruppe noch Mitreiter sucht könnt Ihr dort auch inserieren und euren Ritt vorstellen. Dies Angebot richtet sich rein an NICHT kommerzielle Ritte. Wenn sich dieser Service erst herumgesprochen hat werden hier sicher viele Wanderreiter zusammenkommen. In diesem Sinne zusammen unterwegs soll auch unser Motto sein in diesem Jahr, was kann schöner sein als mit dem Pferd und anderen Wanderreitern unterweges zu sein.

Und wo reitest du in diesem Jahr?

Schreib uns deine Geschichte, gern veröffentlichen wir hier auch Berichte von einer unvergesslichen Tour die ihr unbedingt mit anderen Teilen wollt.

Produkttest Ortlieb Faltschüssel

Wenn man mit dem Pferd längere Ritte macht ist es wichtig das Pferd ausreichend mit Wasser zu versorgen.
Besonders im Sommer bei höheren Temperaturen benötigt das Pferd viel Flüssigkeit.
Für uns Zweibeiner bieten sich Trinkflaschen an aber was machen wir mit dem Pferd?

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Pferde tränken mit Faltschüssel

Oft kann man an Flüsse heranreiten oder man findet gar einen kleinen Seee. Nur in der Praxis habe ich immer wieder festgestellt das Flüsse häufig schlecht fürs Pferd zugänglich sind und man keine geeignete Stelle findet um mit dem Pferd ans kühle Wasser zu kommen. Die Lösung sind Faltschüsseln.

Wir haben uns von Ortlieb eine Faltschüssel gekauft in den Massen:

28 cm Höhe
30 cm Breite
20 cm Tiege
Das Gewicht beträgt 400g und
Das Volumen 20 l

Preis
UVP des Herstellers 27,95 Euro

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Faltschüssel von Ortlieb

Materialeigenschaften
Das Material besteht aus PD 620 Polyestergewebe, PVC-beschichtet, 3D verschweisst und wirkt fest etwa wie LKW Plane. Der Rand ist versteift als Auslaufschutz.
Die Schüssel hat bei uns auch schon den einen oder anderen Huf abbekommen ohne Schaden zu nehmen.

Handling
Die Falstschüssel ist nach etwas Übung leicht auseinander faltbar und genau so leicht wieder zusammen faltbar
und lässt sich so gut verstauen.
Auf unseren Ritten haben wir sie häufiger an schwer zugänglichen Flüssen genutzt, haben sie mit Wasser gefüllt und an den praktischen Gurtschlaufen zum Pferd getragen, die Gurtschlaufen sind Diagonal angebracht was das Tragen etwas vereinfacht. Nun wiegen 20 l Wasserinhalt auch 20 kg, nicht jeder kann das problemfrei noch transportieren, Ortlieb bietet auch 10 l Faltschüsseln an oder man befüllt ebend einfach nur die Hälfte.

Ist erstmal Wasser in der Falstschüssel lässt diese sich sehr gut abstellen durch den quadratischen Boden und steht stabil.

Fazit
Ich mag die Ortlieb Produkte und daher fiel genau wie bei unseren Packtaschen auch bei der Faltschüssel die Wahl auf diesen Hersteller.
Der Preis ist der Qualität entsprechend in Ordnung. Die Verarbeitung und das Packmass passen für uns und ich würde die Schüssel jedem
Gelände / Wanderreiter weiterempfehlen.